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Bin ich authentisch? Diese Frage habe ich mir in den letzten Wochen des Öfteren gestellt. Woran erkenne ich denn, dass ich authentisch bin? Einerseits stecken in uns die Erfahrungen aus unserer Kindheit. Dazu kommen die übernommenen Werte unserer Eltern und die Art und Weise, wie wir gelernt haben, mit unseren Bedürfnissen umzugehen. Obendrein folgen unsere Glaubenssätze, Denk- und Verhaltensmuster. Indes kommen auch unsere eigenen Werte hinzu. Schließlich ist da noch etwas ganz wichtiges – unser eigener innerer Kern. Unsere Motive, Fähigkeiten, Interessen, Wünsche, Sehnsüchte, Bedürfnisse, Stärken, Charakter … kurzum unsere Persönlichkeit.

Bloß dass unser innerer Kern unter dem Berg der Erfahrungen, Erwartungen und Verpflichtungen begraben ist. Wir tragen eine äußere Persönlichkeit, die die andere sehen. Wie wir uns dem Außen zeigen. Wenn wir uns unserem Umfeld zeigen, passt das, wie wir uns Verhalten mit dem überein, wie wir uns innerlich fühlen? Oder (er)füllen wir in dem Moment wieder eine Rolle, die an Stereotype geknüpft ist?
Wir haben alle viele verschiedene Rollen: Ehefrau und Mutter; Ehemann und Vater; Single, Tochter, Sohn, Tante, Trösterin, Hausfrau und Hausmann, Expertin, Experte, Angestellte, Angestellter, Vorgesetzter, Vorgesetzte, Unternehmer und Unternehmerin, Oma und Opa, Sportler und Sportlerin, Hundebesitzer und Hundebesitzerin, …
Was wäre, wenn alle Rollen wegfallen? Und wenn wir unserem inneren Kern unsere Aufmerksamkeit und unseren Ausdruck verleihen?
Was zeigt sich, wenn Du Dir dafür den Raum gibst?
Wie sehen Deine größten Träume und Sehnsüchte aus?
Ob wir jemals wirklich ehrlich – wahrhaftig – authentisch sind, werden wir vielleicht niemals herausfinden.
Wenn wir jedoch einen Kompass in Richtung Authentizität suchen, hilft uns unser Herz. Das Gefühl von Liebe, Freude und Spaß. Das, was unser Herz höher schlagen lässt. Infolgedessen hilft es, uns in der Hektik des Alltags täglich kleine Pausen zu gönnen und unserem Herzen zu zuhören.