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Manche Menschen denken, dass „Vergewaltigungswitze“ lustig sind und dass es in Ordnung ist, sich über sexuelle Übergriffe lustig zu machen. Es ist wichtig, ihnen klarzumachen, dass das nicht der Fall ist.

Laut einer EU-Studie (2014) hat jede dritte Frau in Europa als Erwachsene körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Auch bei uns in Deutschland ist es jede dritte Frau, die seit ihrem 15. Lebensjahr mindestens einmal sexuelle oder körperliche Gewalt erlebt hat. Also geschlagen, getreten, geohrfeigt, begrapscht, genötigt oder zum Sex gezwungen worden ist. Die wenigsten Vergewaltigungen werden angezeigt. Das erschreckende ist, dass der Täter meist bekannt ist.

In unserer heutigen Gesellschaft kann viel getan werden, um Vergewaltigungen zu verhindern. Es beginnt damit, wie wir Frauen wahrgenommen werden. Wenn wir als Gesellschaft Männer und Frauen gleichermaßen respektieren und wir für andere eintreten, die respektlos behandelt werden, dann können sich die Dinge langsam ändern.

Solange wir Frauen aber weiterhin objektiviert und herabgesetzt werden, ändert sich nichts. Daher ist es wichtig, dass wir Frauen uns lautstark für uns einsetzen und demjenigen, der uns respektlos behandelt, unmissverständlich deutlich machen: Das will ich nicht!

Nein heißt Nein. Immer. Ohne Ausnahme.

Nur 8 von 31 untersuchten Ländern in Europa haben sogenannte „zustimmungsbasierte Definitionen“ von Vergewaltigung in ihren Gesetzen festgelegt. Eine Vergewaltigung ist Unrecht und eine Straftat. Amnesty International macht darauf aufmerksam, dass wir Frauen nicht ausreichend geschützt sind:

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Amnesty-warnt-Frauen-in-Europa-nicht-ausreichend-vor-Vergewaltigung-geschuetzt”